Mehrere hundert Besucher kamen zum ersten Euro-Mediterranen Hip-Hop Konzert in der traditionsreichen ägyptischen Stadt und erlebten, wie kulturelle Brücken in der Region entstehen.
Am Abend des 18. Juni 2010 erlebten Hunderte junge Alexandriner und internationale Gäste in den Villa Antoniadis Gärten ein kulturelles Großevent bei dem junge Menschen eine Stimme gegeben wurde, initiiert von Anna-Lindh-Stiftung, dem Goethe-Institut und dem französischen Kulturzentrum.
Andreu Claret, Executive Director der Anna Lindh Stiftung, welche in 43 Euro-Mediterranen Ländern aktiv ist, sagte in seiner Begrüßungsrede:
“Diese beispielhafte Beteiligung junger Menschen an einer solchen Veranstaltung zeigt, dass Kultur und besonders Musik eines der wichtigsten Elemente ist, um Menschen unterschiedlicher kultureller Hintergründe zusammen zu bringen und ihren Glauben in den Dialog zu stärken – für ein dauerhaftes gegenseitiges Verständnis und eine Kultur des Friedens in der Region.”
Das gemeinsame Konzert der fünf Bands war das Ergebnis einer Woche von Workshops mit 23 jungen Hip-Hop Musikern aus Deutschland, Ägypten, Frankreich und der Türkei – und endete mit einem gemeinsamen Konzert in dem zusammen geschriebene Texte zu hören waren.
Daniel Stoevesandt, Leiter des Goethe-Instituts Alexandria, der Organisation, die auch das deutsche Netzwerk der Anna-Lindh-Stiftung koordiniert, sagte:
„Brücken zwischen Kulturen und Künstlern aufzubauen und zu beleben, ist zentraler Aspekt unserer weltweiten Aktivitäten. Daher war uns gerade an Workshops und gemeinsamem jamming der Künstler aus diesen vier Ländern gelegen, um ein langfristiges und tiefer wirkendes Ergebnis zu erzielen, gleichzeitig aber auch der breiteren Öffentlichkeit Gelegenheit zu geben, zu hören und sehen, was Euro-Mediterraner Dialog ist.“
Die deutsche Band ‘Berlin Allstars’ hat sich über das Berliner Straßensozialarbeitsprojekt Gangway Beatz kennen gelernt. Dies spornte sie noch mehr an, mit ihrer Musik Mauern einzureißen und soziokulturelle Probleme anzusprechen.
Nach dem Konzert sagten die beiden ‘Berlin Allstars’-Musiker Kavek und Josh:
„Wir haben viel an Erfahrung gewonnen. Hauptsächlich die Erkenntnis dass wir nicht so unterschiedlich sind, egal woher wir kommen. Die Musik, die wir zusammen schreiben wird lebendig, auf der Bühne und durch’s Internet, und wir hoffen dass wir auf dieser Erfahrung aufbauen können um mehr Projekte gemeinsam zu realisieren.“
Die ‘Hip-Hop Connection’ eine Initiative, welche außerdem vom Türkischen Konsulat und der Europäischen Kommission in Ägypten unterstützt wurde, ist Teil eines Langzeitprogrammes der Anna-Lindh-Stiftung mit Unterstützung des Goethe-Instituts, Kunst und Musik als Mittel zum Aufbau von Vertrauen in der Region zu nutzen.
Die ‘Berlin Allstars’ werden eingeladen, ihre Erfahrungen im Rahmen des deutschen Netzwerkes der Anna-Lindh-Stiftung, welches vom Goethe-Institut koordiniert wird, weiterzugeben.